Kurzer Rückblick auf den Ende Gelände Vortrag vom letzten Freitag

Am Freitag fand im Eselsohr ein Infoabend zum Thema Klimaschutz statt,
außerdem wurden Aktivitäten des Bündnis „Ende Gelände“ vorgestellt,
welches den Kohleabbau stoppen will. Einige Inhalte des Vortrags haben
wir hier zusammengefasst, den Vortrag hielt ein Mitglied des Eselsohr.

Klar ist: Klimaschutz ist nicht mit dem Pariser Abkommen zu erreichen.
Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist geprägt von grenzenlosem
Wachstum – während die Erde nur begrenzte Ressourcen hat!
Profitorientiertes Wirtschaften vernichtet die natürlichen
Lebensgrundlagen – weltweit. Der Kapitalismus ist und bleibt
umweltschädlich!

Auch in Deutschland sind Menschen durch Umsiedlungen und gesundheitliche
Schäden betroffen.
Deutschland ist (mit China) größter Förderer von Braunkohle –  und
Braunkohle ist der Klimakiller Nr.1.
Generell sind die Hauptverursacher des Klimawandels die Länder des
globalen Nordens, besonders betroffen davon sind die Länder des globalen
Südens. Der Klimawandel ist und wird noch stärker ein soziales Problem!
In Deutschland ist das Bündnis „Ende Gelände“ im Rheinischen Kohlerevier
aktiv. Das Bündnis setzt mit Mitteln des zivilen Ungehorsams (z.B.
Blockaden) Massenaktionen Zeichen gegen den Braunkohleabbau. Außerdem
will „Ende Gelände“ die Rodung des „Hambacher Forst“ stoppen.  Der
„Hambacher Forst“ ist einer der ältesten Mischwälder Europas und RWE
rodet den Forst seit Jahrzehnten, um darunter Braunkohle abzubauen. Vom
25. – 29.10 wird es wieder Proteste & Aktionen im Rheinischen
Kohlerevier geben, wer mehr wissen möchte: www.ende-gelaende.org

Die für den Kohleabbau zuständige Gewerkschaft IG BCE ist gegen das
Klimaabkommen von Paris und spielt sich als Verteidigerin von
Arbeitsplätzen in den Revieren auf – dabei ist klar: diese Jobs bestehen
so oder so nur noch für einen begrenzten Zeitraum. Dabei sollte die IG
BCE sich dafür einsetzen, dass in den Kohlerevieren in der Lausitz,
Brandenburg und im Rheinland zukunftsfähige Arbeitsplätze entstehen und
eine Absicherung für die Beschäftigten in den Revieren fordern!
Stattdessen überlässt sie den Strukturwandel der Politik und den
Konzernen und am Ende werden die Hochburgen der Arbeiterschaft die
Hochburgen von Rechten. Die internationale Gewerkschaftsbewegung ist da
weiter und hat erkannt: „auf einem toten Planeten gibt es keine
Arbeitsplätze“ (Sharan Burrows, Generalsekretärin des Internationalen
Gewerkschaftsbundes).

Der Kapitalismus ist und bleibt umweltschädlich – deswegen: System
Change, not Climate Change!

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